Sie müssen noch nicht entschieden sein
Viele Menschen, die über eine Adipositas-Behandlung nachdenken, zögern mit dem ersten Termin – aus der Sorge, sich damit bereits für eine Operation festzulegen. Diese Sorge ist unbegründet. Der erste Schritt ist keine Entscheidung für oder gegen einen Eingriff, sondern eine offene Abklärung Ihrer Situation.
Ein Adipositas-Erstgespräch dient dazu, zu verstehen, wie sich Ihr Gewicht entwickelt hat, welche Faktoren dabei eine Rolle spielen und welche Behandlungswege grundsätzlich für Sie infrage kommen. Ob am Ende eine Ernährungsumstellung, eine medikamentöse Therapie, eine konservative Begleitung oder – falls medizinisch sinnvoll – ein chirurgischer Eingriff steht, wird erst nach dieser Abklärung gemeinsam besprochen.
Man hört häufig den Rat: „Wenn man noch unentschieden ist, sollte man zuerst zu einem Zentrum wie dem AKH oder der Klinik Landstraße gehen." Dieser Gedanke ist nachvollziehbar – eine interdisziplinäre Adipositas-Behandlung ist tatsächlich der richtige Ausgangspunkt. Wichtig zu wissen ist dabei: Univ.-Prof. Dr. Gerhard Prager leitet die Adipositas-Ambulanz am AKH Wien, ein multidisziplinäres Zentrum. Er ist damit zugleich ein interdisziplinärer erster Ansprechpartner und ein chirurgischer Spezialist – Sie müssen sich also nicht zwischen „erst zur Abklärung" und „später zum Chirurgen" entscheiden.
Was heißt interdisziplinäre Adipositas-Behandlung?
Adipositas ist eine chronische, multifaktorielle Erkrankung. Sie lässt sich selten mit einer einzigen Maßnahme behandeln. Eine fachgerechte interdisziplinäre Adipositas-Behandlung betrachtet daher mehrere Ebenen gleichzeitig und bezieht verschiedene Fachrichtungen ein:
- Internistische Abklärung: Erfassung von Stoffwechsel, Blutwerten, Schilddrüsenfunktion, Blutdruck und möglichen Begleiterkrankungen wie Diabetes Typ 2, Bluthochdruck oder Schlafapnoe.
- Ernährungsmedizin und Diätologie: Eine individuell abgestimmte, langfristig umsetzbare Ernährungsstrategie statt kurzfristiger Diäten.
- Psychologische Begleitung: Unterstützung bei emotionalem Essverhalten, Stress, Motivation und der nachhaltigen Veränderung von Gewohnheiten.
- Bewegung: Schrittweiser Aufbau von Alltagsaktivität und körperlichem Training, angepasst an Ausgangslage und Gelenkbelastung.
- Medikamentöse Therapie: Moderne Medikamente, einschließlich GLP-1-Rezeptoragonisten (umgangssprachlich „Abnehmspritzen"), können in geeigneten Fällen unterstützend eingesetzt werden.
- Chirurgie – falls sinnvoll: Bariatrische Verfahren sind eine wirksame Option für bestimmte Patientinnen und Patienten, jedoch nur eine von mehreren Möglichkeiten und nie der automatische erste Schritt.
Der entscheidende Punkt: Diese Bausteine greifen ineinander. Eine reine Übergewichtsbehandlung ohne Operation ist für viele Menschen der passende Weg – insbesondere dann, wenn die medizinischen Voraussetzungen für einen Eingriff (noch) nicht erfüllt sind oder konservative Maßnahmen ausreichen.
Der Behandlungsweg – Schritt für Schritt
Eine strukturierte Adipositas-Behandlung folgt einem nachvollziehbaren Stufenweg. Eine Operation ist dabei ausdrücklich nur ein möglicher Pfad, der – wenn überhaupt – erst nach sorgfältiger Abklärung und gemeinsam entschieden wird.
1. Erstgespräch und Abklärung
Am Anfang steht die Adipositas-Abklärung in Wien: ausführliche Anamnese, Erfassung des bisherigen Gewichtsverlaufs, früherer Abnehmversuche, der Begleiterkrankungen und Ihrer persönlichen Ziele. Daraus ergibt sich ein erstes Bild Ihrer Situation und der sinnvollen nächsten Schritte. Dieser Termin ist ergebnisoffen.
2. Konservative Optionen
In vielen Fällen beginnt die Behandlung mit konservativen Maßnahmen: einer angepassten Ernährung, mehr Bewegung, psychologischer Begleitung und – wo angezeigt – einer medikamentösen Unterstützung. Diese Optionen werden über einen definierten Zeitraum begleitet und ihr Erfolg wird gemeinsam beurteilt.
3. Gegebenenfalls Operation
Erst wenn konservative Maßnahmen nicht ausreichen und die medizinischen Voraussetzungen erfüllt sind, wird ein chirurgisches Verfahren erwogen. Welches Verfahren – etwa Schlauchmagen oder Magenbypass – geeignet ist, hängt von der individuellen Situation ab und wird ausführlich besprochen. Die Entscheidung treffen Sie gemeinsam mit dem behandelnden Arzt, nicht unter Zeitdruck.
4. Lebenslange Nachsorge
Unabhängig vom gewählten Weg ist die langfristige Begleitung wichtig. Adipositas ist eine chronische Erkrankung; eine kontinuierliche Nachsorge mit ernährungsmedizinischer, psychologischer und ärztlicher Begleitung trägt dazu bei, erreichte Erfolge zu stabilisieren.
Warum Prof. Prager auch der richtige erste Ansprechpartner ist
Die Frage „Muss ich mich für eine Operation entscheiden, bevor ich zu einem Chirurgen gehe?" lässt sich klar beantworten: Nein. Univ.-Prof. Dr. Gerhard Prager, Universitätsprofessor für Bariatrische Chirurgie an der Medizinischen Universität Wien und ehemaliger Präsident der Internationalen Gesellschaft für die Chirurgie der Adipositas (IFSO) 2023/2024, ist nicht nur chirurgischer Spezialist, sondern auch ein interdisziplinärer Ansprechpartner.
Als Leiter der Adipositas-Ambulanz am AKH Wien – einem multidisziplinären Zentrum – ist er mit dem gesamten Spektrum der Adipositas-Behandlung vertraut, von der internistischen Abklärung über konservative und medikamentöse Therapie bis zur Chirurgie. Genau diese Kombination macht ihn zu einem geeigneten ersten Kontakt für Menschen, die noch unentschieden sind.
Auch im Rahmen der Privatordination erfolgt die Betreuung in enger Zusammenarbeit mit Diätologie, Psychologie und internistischer Medizin. So ist gewährleistet, dass nicht nur chirurgische, sondern alle relevanten Behandlungsoptionen betrachtet werden. Das Erstgespräch findet ohne OP-Zwang statt: Es geht zunächst um Verstehen und Abklären, nicht um eine Festlegung.
Für Sie bedeutet das: Sie müssen nicht erst „woanders abklären" lassen und später zum Chirurgen wechseln. Sie erhalten von Beginn an eine Einschätzung, die sowohl die interdisziplinären als auch die chirurgischen Aspekte berücksichtigt – und behalten in jedem Schritt die Entscheidung selbst in der Hand.
Häufig gestellte Fragen
F: Muss ich mich vorher schon für eine Operation entscheiden?
A: Nein. Das Erstgespräch ist eine ergebnisoffene Abklärung. Ziel ist zunächst, Ihre Situation zu verstehen und alle Behandlungsoptionen darzustellen. Ob und welche Therapie sinnvoll ist, wird erst danach gemeinsam besprochen.
F: Was passiert beim ersten Termin?
A: Eine ausführliche Anamnese (Gewichtsverlauf, frühere Abnehmversuche, Begleiterkrankungen, Ziele), eine medizinische Einschätzung mit ggf. weiterführender internistischer Abklärung und die Besprechung aller realistischen Optionen – von Ernährungsmedizin und Bewegung über medikamentöse Therapie bis hin zur Chirurgie, falls sinnvoll.
F: Arbeitet Prof. Prager mit Ernährungsberatung und Psychologie zusammen?
A: Ja. Die Behandlung ist interdisziplinär angelegt. Als Leiter der Adipositas-Ambulanz am AKH Wien arbeitet Prof. Prager in enger Zusammenarbeit mit Diätologie, Psychologie und internistischer Medizin.
F: Ist eine Operation immer notwendig?
A: Nein. Konservative und medikamentöse Optionen werden zuerst geprüft. Eine chirurgische Therapie kommt in der Regel erst infrage, wenn konservative Maßnahmen ausgeschöpft sind und die medizinischen Voraussetzungen erfüllt werden.
F: Ab welchem BMI ist eine Behandlung sinnvoll?
A: Eine ärztliche Abklärung kann sinnvoll sein, sobald Übergewicht die Gesundheit oder Lebensqualität beeinträchtigt – häufig ab einem BMI von etwa 30 kg/m². Eine Operation wird üblicherweise erst ab BMI 35 (oder ab 30 mit Begleiterkrankungen) erwogen. Maßgeblich ist immer die individuelle Abklärung, nicht der BMI allein.
Ihr nächster Schritt
Ein Adipositas-Erstgespräch ist der unkomplizierteste Weg, Klarheit zu gewinnen – ganz ohne Verpflichtung zu einer Operation. Sie erhalten eine fundierte Einschätzung und einen Überblick über alle Behandlungsmöglichkeiten, die für Ihre Situation in Betracht kommen.
Vereinbaren Sie ein ergebnisoffenes Erstgespräch
Telefon: +43 660 489 58 51
Privatordination Univ.-Prof. Dr. Gerhard Prager, Wien · Zum Kontaktformular
Das Erstgespräch ist eine offene Abklärung – ohne Verpflichtung zu einer Operation.